Der Abrasivstrahl unterscheidet sich in einigen Punkten vom Reinwasserstrahl. Beim Schneiden mit einem Reinwasserstrahl erodiert der Überschallstrahl das zu bearbeitende Material.
Beim Schneiden mit dem Abrasivstrahl beschleunigt der Wasserstrahl die Abrasivpartikel; diese Partikel und nicht das Wasser erodieren das Material.
Der Abrasivstrahl ist hundert-, wenn nicht tausendmal stärker als ein Reinwasserstrahl. Sowohl der Wasserstrahl als auch der Abrasivstrahl haben ihren Platz. Während der Reinwasserstrahl weiche Materialien schneidet, eignet sich der Abrasivstrahl zum Schneiden harter Materialien wie Metall, Stein, Verbundwerkstoffen und Keramik.
Abrasivstrahlen können unter Verwendung standardmäßiger Parameter Materialien mit einer Härte, die an die Härte von Aluminiumoxidkeramik (AD 99,9) heranreicht und leicht darüber liegt, schneiden.
Attribute des Abrasivstrahls
- Extrem vielseitiges Verfahren
- Keine Wärmeeinflusszonen
Keine mechanische Belastung - Einfache Programmierung
- Dünner Strahl (0,5 bis 1,3 mm Durchmesser)
- Extrem detaillierte Geometrie
- Schneiden von dünnem Material
- Schneiden von 250 mm dickem Material
- Stapelschneiden
- Geringer Materialverlust durch Schneidbearbeitung
- Einfaches Einspannen
- Geringe Schneidkräfte (weniger als 0,01 N beim Schneiden)
- Einstrahl-Konfiguration für fast alle Abrasivstrahlarbeiten
- Einfache Umstellung von Einzel- auf Mehrkopfschneiden
- Schnelles Umschalten von Reinwasserstrahl auf Abrasivstrahl
- Weniger Sekundärarbeiten
- Kaum oder keine Schnittgrate
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